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Mode schlägt Computer

29. Mai 2007
Der Online-Verkauf von Mode hat im Jahre 2006 erstmals den Internet-Absatz von Hard- und Software übertroffen und war mit 18,3 Mrd. $ die absatzstärkste Online-Branche vor Computer mit 17,2 Mrd. $. Damit hat sich in den USA auch der Einkauf von Schuhen, Bekleidung und Bettwäsche im Internet durchgesetzt. Aber mit 41% aller Bestellungen, liegt die Computerbranche mengenmäßig immer noch vorne, vor 21% bei Büchern und 15% beim Babyzubehör. Nur 8% der Textilverkäufe erfolgten in den USA Online.

Nach dem www.shop.org Report der Forrester Research sind dafür die Zunahme der Breitband-Anschlüsse in 50 Prozent der Haushalte und die Geschäftpolitik der Online-Textilshops verantwortlich.

In Deutschland wurden im Jahre 2006 im Textileinzelhandel 55 Mrd. € umgesetzt, davon 14% (8 Mrd. €) über E-Shops. Zwischenzeitlich haben auch 55% aller Haushalte Internetzugang. In den USA leben mit 298 Millionen Einwohnern über 3,6 mal so viele Menschen wie mit 82 Millionen in Deutschland. Auf die gleiche Bevölkerungszahl hochgerecht, würden die Deutschen für 29 Mrd. € Mode im Netz einkaufen. Das während rund 54 Mrd. Dollar. Die Deutschen kaufen damit fast dreimal soviel Textilien übers Internet als die US-Amerikaner. Deutschland hat die USA beim Einkaufen übers Internet schon lange und deutlich überholt.

Damit ist der Online-Handel schon lange kein zartes Pflänzchen mehr sondern ein kräftiger Baum, der mit Suchmaschinen Optimierung künftig noch weiter wachsen wird.

Freilich werden solche Zahlen ungern veröffentlicht und vom Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE) kleingeredet.

Dr. Wolf Blass



Mode 2006