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Linksaft durch interne Verlinkung steuern

11.10.2008
Im Google Webmaster Zentrale Blog betont Google die Wichtigkeit einer guten Linkstruktur für die Suchrankposition SERP. Klar, die wichtigsten Seiten sollen mit einem oder mit zwei Klicks erreichbar sein. Aber wie steuert man gezielt die Linkkraft, den Linksaft, innerhalb einer Seite?
Und welche Rolle spiel dabei das Linksaftventil?
Man muß sich eine Webseite wie ein Röhrensystem vorstellen, das den Gesetzen der Hydraulik gehorcht und schon funktioniert die Steuerung.

Jeder Link macht ein Linkrohr auf und mehrere Links von einer Seite zu einer anderen Seite werden zu einem größeren Linkrohr zusammengefaßt, leider nicht mit unbegrenztem Volumen, sondern abhängig vom Textvolumen der Seite. Folglich schwimmt eine Seite um so mehr im Linksaft, je mehr Links auf diese Seite laufen.

Wenn nur ein neuer, externer Linkkanal auf eine Seite gelegt wird, verteilt sich der Linksaft entsprechend den Abflüssen von dieser Seite. Damit hat man es in der Hand, wohin der Linksaft laufen soll: Auf die gewünschten Seiten, die hoch im Saft stehen sollen. Wie funktioniert dies Linksaftventil?

Google liefert auch das Linksaftventil für dieses Verfahren. Es ist das "rel=nofollow" Attribut. Dadurch können zwar Seiten verlinkt werden, was im Googleschen Sinne ist, aber der Abfluß von Linksaft wird verhindert. Dieses Attribut gilt nur für den Link, in dem es enthalten ist.

Sollen etwa die Unterseiten "Impressum", "AGB", "Kontakt", "Über uns", "Widerrufsbelehrung", "Datenschutz", "Haftungsausschluß", "Versand", "Zahlungswege", "Hilfe" zwar indiziert werden, aber der Linksaftabfluß verhindert werden, dann wird der weitere Abfluß von diesen Unterseiten über das "nofollow" Meta Tag verhindert. META Tags verhindert also den Abfluß durch die Links von ganzen Seiten.

Man kann also den Abfluß von Linkkraft verhindert, aber nicht den Zufluß. Das Linksaftventil sitzt immer auf der Seite mit dem Abfluß.
Dieses Verfahren nennt sich "PageRank Sculpting" oder "PageRank Siloing". Wie der informierte Leser aber klar erkennt, haben diese Verfahren überhaupt nichts mit dem PageRank zu tun sondern beziehen sich auf die Linkkraft. Nur die Ergebnisse sind nach dem nächsten Update im PageRank abzulesen.

Die Beschränkung des Abfluß von Linkkraft ist besonders bei der Verlinkung zu externen Seiten sinnvoll. Links auf externe Seiten (maximal 100 pro Seite) verdeutlichen zwar die eigene Informiertheit im Fachgebiet und vermitteln diese Information dem Besucher. Aber fließt zuviel Linkkraft von der Seite ab, bleibt das Linksaftsilo dieser Seite fast leer. Daher sollte bei jedem Link auf eine externe Seite (outbound link) geprüft werden, ob dieser den Linksaft wert ist. Der Einsatz des "rel=nofollow"-Attributs verhindert auch hier den Linksaftabfluß.

Ein gutes Werkzeug zur Identifizierung der eigehenden und ausgehenden Links der Seiten einer Website sind die Google Webmaster Tools.

Es versteht sich, daß auch in ausgehenden Links ein aussagekräftiger Anchor-Text (=sichtbarer Ankertext in einem Hyperlink) enthalten sein sollte, da der Kontextbezug zur ausgehenden und empfangenden Seite die Linkkraft verstärkt.

Daraus folgt, daß Links von SPAM-Seiten (reinen Linkseiten ohne informative Inhalte) vom Google-Algorithmus ignoriert werden. Umgekehrt kann aus einer SPAM-Seite eine informative Webseite werden, wenn um jeden Link herum ausführliche und informative Artikel geschrieben werden. Da der Googlebot auch nur anhand von Algorithmen entscheidet, ob eine Seite "wertvoll" oder "SPAM" ist, kann man durch die Anfettung mit Inhalten jede Seite "wertvoll" gestalten. So wird dann aus dem Saulus ein Paulus. Freilich macht das viel Arbeit, die den SPAMMern bekanntlich nicht liegt. Und so ist es eigentlich ganz gut, daß der Googlebot zwischen "Faulen" und "Fleißigen" unterscheidet, entsprechend den alten deutschen Sprichwort:" "Dem Fleißigen gehört die Welt.".

Zusammenfassung

Durch das "nofollow" Tag im Hyperlink und das Meta Tag "nofollow" kann der Abfluß von Linkkraft einer Seite quasi durch ein Linksaftventil gesteuert werden.


Dr. Wolf Blass und Sabine Blass

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