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Webkatalog-Eintragungen erfolglos

17.12.2008 (1. Update vom 03.06.2008)
Immer wieder erhält man diese E-Mails, in denen für wenig Geld die Eintragung in hunderte Webkatalog angeboten wird. Sogar Software wird dafür verkauft. Dadurch sei es angeblich möglich, die Positionen in Suchmaschinen zu steigern. Denn durch Einträge in Webkataloge sammele eine Webseite Backlinks, die zur Steigerung der Linkpopularität führten.

Leider funktionieren die Backlinks nicht so. Denn sofern von einer Webseite mehr als 12 Backlinks ausgehen, hat dieser Backlink keinen Wert mehr für die Steigerung des Pagerank. Mehr dazu hier.

Ein weiteres Killerargument findet sich im SEO MASTER PLAN

Der Eintrag über Automaten in die hunderte Suchmaschinen bringt im Regelfall die Gefahr in eine Sandbox zu rutschen, denn zwischenzeitlich kennt Google seine Pappenheimer. Entsprechende Angebote sind somit nur auf schnelles Geld aus.

Unter bestimmten Umständen sind die Erstellung eines Webkatalogs oder Einträge in einen Webkatalog aber doch sinnvoll.

Google definierte am 02.06.2008 bestimmte Anforderungen an Webkataloge, die sie von den rein kommerziellen automatisch erzeugten Linkverzeichnissen abheben.

● klare Themen-Nische mit hoher Qualität, nicht "Auto" sondern "Felgen"

● gute Katalogstruktur mit themenrelevanten Kategorien in der die Benutzer sich intuitiv zurecht finden

● nur redaktionell geprüfte und in einheitlicher Struktur veröffentliche Beiträge, d.h. die Beiträge sollte 250-500 Zeichen mit noch nicht anderweitig veröffentlichtem, uniquem Text haben.

● Mehrwert für den Besucher schafffen, z.B. durch einen Blog zusätzlich zum Katalog und - um im Thema "Felgen" zu bleiben - durch die Einbindung eines Shops zu Felgen

● Backlinks sollten keinesfalls zur Bedingung für die Aufnahme ins Verzeichnis gemacht werden. Verzeichnisse mit Backlinkpflicht werden von Google niedrig bewertet. Gegenseitige Backlinks werden ab einer bestimmten Menge ohnehin als SPAM dequalifiziert.

● Keine automatische Listung des Webkatalogs in möglichst vielen Verzeichnissen,
denn das sieht nach Linkkaufaktivitäten aus, denen Google entgegenwirkt

● Google hat nichts dagegen, daß die User mit Katalogen Geld verdienen. Google selbst ist auch nichts anders als eine riesige Werbefläche. "Verzeichnisse mit leeren Kategorien beispielsweise, die lediglich voll mit Werbelinks sind, bringen dem Webmaster vielleicht eine Handvoll bezahlter Klicks ein, aber letztlich stellen sie eine schlechte User-Erfahrung dar. Daher ist es unwahrscheinlich, dass sie in unseren Suchergebnissen gut gelistet werden." (Google Webmaster Zentrale, 02.06.2008)

● "Google hat nun ein größeres Augenmerk darauf, deutschen Usern hochwertige Webkataloge im Suchindex anzubieten."

Webkataloge können insofern für die Generierung von Links ganz hilfreiche sein, aber eben nur, wenn die Qualität stimmt.

Zusammenfassung
Webkataloge sind nur dann eine Hilfe für die Internetbenutzer, wenn sie bestimmte Kriterien erfüllen. Andernfalls ruinieren sie die Reputation der enthaltenen Websites.

Dr. Wolf Blass

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Linktausch mit Link Baiting
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